Die ersten Bilder zur Siegerehrung vom Kreisjugendfeuerwehrtag finden Sie in folgender Galerie: KJFT 2010
Weitere Bilder folgen demnächst!
Katastropheneinsatz 34 Meter unter der Erde - Süddeutsche Zeitung am 19.07.2010
Rettungskräfte stellen nach, was passieren könnte, wenn ein ICE auf der Schnellzugstrecke Nürnberg-Ingolstadt verunglückt.
Denkendorf/Irlahüll – Schreie sind zu hören, schon wenige Meter vor dem Tunneleingang. Aus dem Südportal des Tunnels Irlahüll auf der ICE-Strecke Ingolstadt- Nürnberg kommen zwei Feuerwehrleute gelaufen. Sie schieben einen Wagen mit mehreren Verletzten auf den leicht ansteigenden Gleisen hinaus in die Nacht und schnaufen unter ihren Atemschutzmasken.
Wosonst Schnellzüge mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde rasen, ist die Katastrophe eingetreten. Ein ICE steckt im Tunnel Irlahüll. Es gibt Verletzte. Allerdings nur in einem gestellten Szenario. Der Katastrophenschutz des Landkreises Eichstätt übt den Ernstfall – das Zusammenspiel der Rettungskräfte im Falle eines Zugunglücks imTunnel. Ausgewählt ist die siebeneinhalb Kilometer lange Röhre Irlahüll. Sie hat sechs Notausgänge, einen alle 1000 Meter, es gibt eine sechsfache Löschwasserversorgung, alle 125 Meter Stromanschlüsse für Geräte der Rettungskräfte, und schließlich stehen stets Rollpaletten bereit, auf denen Menschen und Material transportiert werden können.
Um 0.38 Uhr geht bei der Freiwilligen Feuerwehr in Denkendorf der Funkruf ein, Knacken und Rauschen, die Worte ICE und Tunnel sind zu verstehen. Zwei Minuten später rast das Feuerwehrauto schon los. Erst im Wagen erfährt Manfred Felser, erster Kommandant, wohin genau seine Mannschaft kommen soll. Als eine von 145 Feuerwehren im Landkreis Eichstätt sind seine Leute für den nahe gelegenen Zugtunnel zuständig. „Meinen ersten Trupp muss ich immer mit Atemschutz losschicken“, sagt Manfred Felser. Die beiden größten und schwersten Männer sollen heute den neuen Langzeitatemschutz ausprobieren, den die Deutsche Bahn angeschafft hat.
Ein ICE steckt im Tunnel Irlahüll – fest steht, es gibt Verletzte.
Die Luft darin soll bis zu anderthalb Stunden ausreichen. „Bei den langen Wegen im Tunnel sind die üblichen 40 Minuten Luft zu wenig – damit kann ich nur hinein und wieder hinaus laufen, aber nichts ausrichten“, erklärt Feuerwehrfrau Simone Schneider. Felsers erstem Trupp reicht aber auch der 25 Kilogramm schwere Langzeitatemschutz nicht aus. Felser ist enttäuscht, glaubt aber, dass die Reichweite auch von Gewicht und Training der Person abhängt. Auch mit den Funkgeräten ist er noch unzufrieden. Wenn 60 Funkgeräte über einen einzigen Kanal liefen, gebe das einfach ein Chaos, sagt Felser. „Das hat sich zehn Minuten hingezogen, bis ich genau wusste, was da los ist.“
Das Szenario: Der ICE 2667 des Typs 3 aus Richtung Nürnberg ist mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert. Es ist ein Zug mit sieben Wagen, an Bord sind 85 Menschen, etwa 15 sollen verletzt sein. „Katastrophenvollschutzübungen“ wie diese sollen von nun an alle sechs Jahre stattfinden. Alle drei Jahre gibt es zudem Übungen nur für die Einsatzleiter. Und dann gehen noch jedes Jahr die Einsatzkräfte in den Tunnel, umihrEinsatzgebiet kennenzulernen. Denn für den Notfall ist in Plänen vorgegeben, wer was zu tun hat:Die Denkendorfer Feuerwehr rettet, die Kollegen aus Zandt löschen.
Vor zwei Jahren war ein ICE imlängsten Tunnel Deutschlands bei Fulda in eine Schafherde gefahren. Für den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann der Auslöser, einen solchen Fall in Bayern durchzuspielen. Eine große Herausforderung bei Bahn- und Tunnelunfällen: der Transport zur Unglücksstelle. Auch bei dem Übungsszenario entpuppt sich der Anfahrtsweg zum Südportal des Irlahüll-Tunnels als Hürde für die Retter. Abschüssig, schmal und gewunden führt der Weg hinab, für die Fahrer der Gästebusse, in dem auchHerrmann sitzt, nur durch gute Manöver zu bewältigen. Herrmann fragt sich, wie der Pfad wohl erst im Winter zu befahren sei und stellt fest, dass dieser Punkt offensichtlich „noch nicht befriedigend gelöst“ sei.
In der Zwischenzeit operiert die Feuerwehr Hepberg vom Notausgang 6a aus. Hier gibt es einen Rettungsschacht. Wer die 34 Meter bis zur Erdoberfläche bewältigen will, muss fit sein: rund 200 Stufen, etwa drei Meter breit, wären im Unglücksfall von Hunderten Menschen zu erklimmen. Einen Aufzug gibt es auch, mit diesem wird jedoch ausschließlich Material transportiert. „Wir müssen eine Panikbedienung verhindern“, sagt Kreisbrandmeister Franz Waltl. „Wenn 30, 40 Leute in Panik auf den Aufzugknopf drücken, dann bleibt der irgendwann einfach stecken.“
Etwa ein halbes Jahr hatten Landratsamt, Katastrophenschutz und Mitarbeiter der Bahn das Unfallszenario geplant. Jetzt laufen und liegen Statistenmit aufwändig geschminkten Platzwunden und Attrappen-Infusionen im Tunnel. „Um drei Uhr aber brechen wir ab, egal wie weit wir sind“, erklärt Felser seinen Leuten. Bis fünf Uhr hat die Bahn dann Zeit,
Es gibt einen Aufzug, aber nur fürs Material. Die Menschen müssen 200 Stufen laufen.
die Strecke nach vergessenen Gegenständen abzusuchen. Um sechs Uhr werden die Gleise wieder freigegeben.
Die Stimmung vor der Übung im Feuerwehrhaus Denkendorf ist gelassen. Die einzige Aufregung heute Abend sind die vielen Prominenten: der Innenminister, der Landrat, der Kreisbrandrat, Polizisten und Soldaten. Manfred Felser bespricht sich mit seinen Leuten und dem Kreisbrandinspektor, der die Übung mitgeplant hat. Was in dieser Nacht geschehen wird, darf er seinen Untergebenen natürlich nicht verraten. Felser bleibt deshalb nur, seine Leute einzuteilen. Was im Normalfall nicht möglich ist: „Da kommt jeder, der kann.“ Die Denkendorfer erwarten keine Überraschungen. Im vergangenen Jahr hatten sie 99 Einsätze, dieses Jahr schon 35.
Wenig später sind sie mit ihren Kollegen vom Bayerischen Roten Kreuz, einem Kriseninterventionsteam, Polizei, Sanitätern und Notärzten am Unfallort. Für das Austesten des Ablaufs und der Zusammenarbeit sei die Übung sehr sinnvoll gewesen, sagt Felser am Morgen. Für seine Leute war die Übung reine Routine: „Das war ja nur Material und Menschen von A nach B bringen“. Den inszenierten Brand am Ende der Übung hatte die Feuerwehr rasch im Griff.
Oben am Notausgang 6a versorgt das Rote Kreuz um zwei Uhr die unverletzten Wartenden mitDecken und Tee. Eine Notärztin beschwert sich bei einem Feuerwehrmann, dass die Menschen nicht wüssten, was passiert sei. „Der Zug hatte einen technischen Defekt“, erklärt er daraufhin den Freiwilligen, die die Passagiere spielen. Sie werden später mit dem Zug nach Hause gebracht werden. Eine Abweichung vom echten Unglück: Dann würden die Leute wohl mit dem Bus weiterfahren. Die Freiwilligen aus Kinding freuen sich. In ihrem Dorf hält der ICE sonst nie.
Von Viktoria Großmann, Bayernredaktion Süddeutsche Zeitung
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 21:55 Uhr
Schreie, Schweiß und Schminke - ICE Großübung - DK am 19.07.2010
Denkendorf (DK) Aus dem Tunnel dringen Schreie nach draußen. Kurz darauf kommen schon die ersten Feuerwehrleute aus der düsteren Röhre. Auf den Bahngleisen schieben sie Rollwägen mit Verletzten. Einem läuft Blut aus dem Ohr, ein anderer hält sich den Arm. "Aua, das tut so weh!", schreit er. Die Feuerwehrleute atmen behäbig unter ihren schweren Schutzmasken.
So könnte es aussehen, wenn im Irlahüll-Tunnel zwischen Denkendorf und Kinding ein Zugunglück passiert. In der Nacht zu gestern simulieren die Organisationen des Katastropheschutzes den Ernstfall allerdings nur. Der Tunnel mit mehr als sieben Kilometern ist der zweitlängste auf der neuen ICE-Strecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg, die vor vier Jahren eröffnet wurde. Bei einem Unfall in der Röhre ist die Arbeit für die Sicherheitskräfte besonders schwer. Innenminister Joachim Herrmann, der den Einsatz begleitet, gab deshalb den Auftrag, den Ernstfall zu erproben. Mehr als 300 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Notdiensten, Polizei und Technischem Hilfswerk wollen ihre Zusammenarbeit ausprobieren. 85 Schauspieler mimen die Zugpassagiere.
Um 0.38 Uhr ist in der integrierten Leitstelle in Ingolstadt der Notruf eingegangen: "Kollision mit unbekanntem Gegenstand, vermutlich verletzte Fahrgäste an Bord", lautet die Durchsage. Seitdem sind die Sicherheitskräfte im Einsatz. Im normalen Betrieb rast ein ICE mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern durch den Irlahüll-Tunnel.
An allen sechs Notausgängen haben sich die örtlichen Feuerwehren postiert und die Löschwasserleitungen angezapft. Auch das müsse dringend getestet werden, sagt der Einsatzleiter. Im Tunnel werden weitere Verletzte geborgen. Dichter Qualm dringt aus dem Zug, ein Mann hat die Orientierung verloren. "Bin ich hier in Nürnberg", ruft er in die Dunkelheit. Mit Schweißperlen auf der Stirn eilen Feuerwehrleute umher. Bei einer Katastrophe sind sie stets die ersten, die in den Tunnel gehen. Erst wenn keine Gefahr mehr durch Rauchgase besteht, können Notärzte nachrücken.
Die unverletzten Passagiere haben sich schon durch einen Notausgang in Sicherheit gebracht. Einen Kilometer vom Südportal entfernt sind sie durch einen Schacht ins Freie gestiegen. Nun sitzen sie in einem Zelt, draußen vor dem Ausgang. Bei einer echten Katastrophe würden sie psychologisch betreut, ihre Personalien würden aufgenommen. Auch Sanitäter sind vor Ort.
Gegen drei Uhr ist der Einsatz vorbei. In Kipfenberg, wo die Einsatzleitung stationiert ist, wird die gelungene Übung mit Bier und Würstchen gefeiert. Auch Innenminister Herrmann ist zufrieden. Auch wenn die Analyse noch einige Zeit dauern wird. Er freue sich vor allem über den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer, sagt der Minister. "Auch wenn ich uns allen wünsche, dass wir den Ernstfall nie erleben."
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 15:40 Uhr
Erste Katastrophenschutzübung auf ICE Strecke Ingolstadt - Nürnberg - DK online 19.07.2010
Denkendorf (dk) Über 400 Helfer waren in der Nacht auf Sonntag bei der ersten Katastrophenschutzübung im Tunnel auf der ICE-Strecke Ingolstadt - Nürnberg im Einsatz. Vor Ort war auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann.
Zum Glück nur eine Übung: "Verletzte" werden aus dem ICE-Tunnel gerettet.
Übungsszenario war ein ICE-Zug, der im Tunnel auf einen unbekannten Gegenstand fuhr und daher eine Vollbremsung vornehmen musste. Zahlreiche Personen wurden verletzt. "Mit der Übung haben wir unsere Alarm- und Einsatzplanung sowie die technischen Anlagen und Sicherheitsvorkehrungen im Tunnel überprüft. Wichtig war auch das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften unter Führung der Örtlichen Einsatzleitung, dem Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde und der Deutschen Bahn AG. Wir werden die Ergebnisse der Übung in den nächsten Wochen jetzt genau analysieren und gegebenenfalls nachsteuern, wenn wir Optimierungsbedarf feststellen", so der Innenminister.
Hintergrund der Übung war unter anderem der ICE-Unfall im Landrückentunnel in Hessen im April 2008, bei dem ein ICE in eine Schafherde raste und entgleiste. Die Alarmierungsplanungen der Kreisverwaltungsbehörden für Bahnstrecken wurden und werden im Zuge der Einführung Integrierter Leitstellen völlig überarbeitet.
Künftig sollen auch im Rahmen des regelmäßigen dreijährigen Übungsrhythmus alle sechs Jahre Katastrophenschutzvollübungen - wie jetzt im ICE-Tunnel Irlahüll - in einem Eisenbahntunnel in Bayern stattfinden. In diese Übungen sollen sämtliche Eisenbahntunnel über 1.000 Meter Länge einbezogen werden. Alle drei Jahre soll eine so genannte Stabsrahmenübung durchgeführt werden, die - im Unterschied zu Vollübungen - ohne operierende Einsatzkräfte vor allem die Kommunikation der jeweiligen Einsatzleitungen überprüft.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 21:55 Uhr
Kreisjugendfeuerwehrtag: Denkendorf erringt Doppelsieg - DK vom 12.07.2010
Einen Doppelsieg errang die Nachwuchsfeuerwehr aus Denkendorf beim Kreisjugendfeuerwehrtag: Gleich die ersten beiden Plätze konnten sich die jungen Mädchen und Jungen mit den Mannschaftsnummern Denkendorf 3 und Denkendorf 2 sichern. Den Erfolg der Denkendorfer komplettierten zwei weitere Mannschaften, die immerhin den elften und den 19. Rang eroberten.
Die Bronzemedaille errang Bitz 1. Auf den weiteren Plätzen folgten: Mindelstetten 1, Grampersdorf 1, Dörndorf 2, Neuenhinzenhausen-Sollern 2, Nassenfels 3, Theißing 3 und Dörndorf 3.
In der Mädchenwertung siegte Denkendorf 1 vor Stammham 2 und Dörndorf 1.
Insgesamt beteiligten sich am Kreisjugendfeuerwehrtag in Kipfenberg am Samstag weit über 300 Jungfeuerwehrler aus dem ganzen Landkreis Eichstätt.
Richard Auer
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. Juli 2010 um 13:56 Uhr
Bei Gluthitze Kampf um die "Top Ten" - DK vom 12.07.2010
Kipfenberg (EK) Um den Feuerwehrnachwuchs braucht man sich im Landkreis Eichstätt keine Sorgen zu machen: Etwa 330 Jungfeuerwehrler waren am Samstag in Kipfenberg beim Kreisjugendfeuerwehrtag zu Gast und zeigten dabei recht engagierte Leistungen.
Schon am Morgen reisten die Nachwuchskräfte der einzelnen Ortsfeuerwehren aus den verschiedensten Orten des Landkreises an. Außerdem waren auch die befreundete Feuerwehr aus Blaufelden in Baden-Württemberg und eine Feuerwehr aus Ingolstadt-Dünzlau zu Gast. Insgesamt gingen 80 Gruppen an den Start, darunter auch 14 reine Mädchengruppen.
"Treu bleiben"
Zunächst begrüßte Rainer Richter, Kipfenbergs Bürgermeister und Schirmherr dieser Veranstaltung, die anwesenden Jugendlichen: Er erhoffe sich, dass möglichst viele Jugendliche der Feuerwehr treu blieben und ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr auch "bei den Großen" fortsetzten.
Danach ging es in die einzelnen Wettbewerbe: Beim Geschicklichkeitswettbewerb ging es darum, Wasser in einem Schlauch über eine Strecke von fünf Metern zu transportieren. Anschließend musste das transportierte Wasser in bereitgestellte Eimer gefüllt werden. Die Zeit lief mit, und Punkte gab es für die erreichte Wassermenge. Zudem gehörten ein simulierter Löschaufbau und die Beherrschung von feuerwehrtechnischen Knoten zum Wettbewerbsteil. "Ein Ziel des Kreisjugendfeuerwehrtages ist es unter anderem, die Kameradschaft der einzelnen Feuerwehren zu stärken", erklärte Franz Waltl aus Pförring, der als Kreisjugendwart neben den Vertretern der gastgebenden Feuerwehr Kipfenberg für die Organisation zuständig war. Dabei gibt es neben der Freude am Wettbewerb aber durchaus noch einen wichtigen Nebenaspekt für die Wettbewerbe: Immerhin fänden sich einzelne Elemente, so Waltl, auch in der Grundausbildung für die Erwachsenen wieder. Früh übt sich also, wer ein Feuerwehrmann, oder – wie in Kipfenberg zu sehen war - auch eine Feuerwehrfrau werden will. So war vor allem der Frauenanteil am Kreisjugendfeuerwehrtag erfreulich hoch. "Ungefähr ein Drittel der Teilnehmer sind Mädchen", erklärte Waltl. In Oberbayern sei Eichstätt sogar der Landkreis mit dem prozentual höchsten Mädchenanteil. Dass die Jugendlichen ihre Wettbewerbe sehr ernst nahmen, spürte man gleich: Allerorten herrschte höchste Konzentration, die Gruppenmitglieder wurden frenetisch angefeuert, und keiner schonte sich. Viele berichteten auch, dass sie schon Wochen zu Hause geübt hätten. Das Ziel der meisten war klar: "Wir wollen einen Platz in den Top Ten", hieß es von allen Seiten.
Nach etwa vier Stunden waren die Wettbewerbe beendet. Doch ein reichhaltiges Programm sorgte auch weiterhin für Abwechslung: Objekt der Begierde war vor allem ein Flugfeldlöschfahrzeug des Jagdgeschwaders Neuburg. Das ein wenig überdimensioniert wirkende Fahrzeug besticht schon alleine durch seine äußeren Daten: Ausgestattet mit Sprühstrahlern, kann man das Wasser bis zu 70 Meter weit spritzen, und das mit 2400 Litern pro Minute. Außerdem war die Beilngrieser Feuerwehr mit ihrer Drehleiter zu Gast und gewährte einigen Jugendlichen einen Blick auf Kipfenberg aus der Vogelperspektive. Ein Schleudersitz des ADAC simulierte einen Aufprall mit 30 Kilometern pro Stunde. Interessant auch: Es gab "Rauschbrillen", mit denen man die visuelle Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss simulieren konnte. Und wem die Gluthitze zu viel wurde, der durfte auch einen Abstecher in Kipfenberger Freibad machen.
"Hoher Stellenwert"
Zur Siegerehrung war dann auch Landrat Anton Knapp nach Kipfenberg gekommen und hatte viel Lob für den Nachwuchs bereit: "Es ist gut, dass die Jugendarbeit in den einzelnen Feuerwehren einen so hohen Stellenwert hat, denn nur so sind die Feuerwehren auch in Zukunft leistungsfähig", meinte Knapp, bevor er an die die teilnehmenden Mannschaften die Urkunden verteilte.
Der Tag jedenfalls schien dem Feuerwehrnachwuchs gefallen zu haben: Der 16-jährige Florian aus Denkendorf etwa lobte die gute Organisation vor Ort. Auch er wollte übrigens unbedingt einen Platz in den Top Ten. Mit diesem Wunsch lag er gar nicht so schlecht.
Von Andreas Graf
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Juli 2010 um 09:47 Uhr